Methodik

Um zu zeigen, ob bessere Behandlungserfolge erzielt werden können, werden die Ergebnisse der üblichen Behandlung mit denen der HoT Behandlung bei weiblichen und männlichen Patientinnen und Patienten im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mit der Diagnose einer Magersucht verglichen. Dabei wird eine Hälfte aller Patientinnen und Patienten, die an der Studie teilnehmen, im HoT und die andere Hälfte im normalen (häufig (teil-)stationären) Behandlungssetting behandelt werden. Wer in welches Behandlungssetting kommt, entscheidet das Los (Randomisierung).

An der Studie dürfen nur Patientinnen und Patienten teilnehmen, die zum ersten oder zweiten Mal aufgrund ihrer Magersucht stationär in einer Klinik aufgenommen worden sind. Um das HoT praktikabel zu machen, darf die Klinik vom Zuhause der Patienten nicht mehr als 60 Minuten Fahrzeit pro Strecke entfernt sein.

Von der Untersuchung ausgeschlossen werden Kinder und Jugendliche, die zum Untersuchungszeitpunkt (bei stationärer Aufnahme) oder nach achtwöchiger stationärer Behandlung (spätester Beginn des HoT) an anderen sehr schwerwiegenden psychiatrischen (z. B. Psychosen) oder medizinischen Störungen leiden, eine unzureichender Gewichtszunahme haben oder unzureichend gut Deutsch verstehen. Es sollen insgesamt 240 Patientinnen und Patienten in die Studie eingeschlossen werden, davon 65 in Aachen, 55 in Münster sowie jeweils 40 in Bonn, Hamm und Viersen.