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Institut für Biochemie und Molekulare Zellbiologie

Der Zellkern, das Steuerzentrum der eukaryontischen Zelle, verändert sich während der Zellteilung grundlegend: Die Kernhülle bricht am Beginn der Mitose zusammen, das Chromatin verdichtete sich zu lichtmikroskopisch sichtbaren Chromosomen und die mitotische Spindel baut sich auf, um die Erbinformation exakt auf die beide entstehenden Tochterzellen aufzuteilen. Das sind Prozesse, die wurden und werden intensiv in vielen Laboren untersucht. Sehr viel weniger weiß man, wie am Ende der Mitose ein funktioneller Zellkern wieder entsteht, der seine Erbinformation ablesen und verdoppeln kann. Das Chromatin entpackt sich wieder und eine Kernhülle mit Kernporenkomplexen, den Transportkanälen zwischen Zytoplasma und Zellkerninnern, bildet sich wieder aus. Wir charakterisieren die molekularen Mechanismen dieser Prozesse mit biochemischen und zellbiologischen Methoden und wie Fehlfunktionen zu Erkrankungen führen. Ein weiterer Forschungsaspekt ist die Frage, wie Viren durch die Kernhülle gelangen, was wir vor allem mit minimalen Membransystemen untersuchen.

Die Mitose in tierischen Zellen: Zusammenbruch und Wiederaufbau des Zellkerns

Die Kernhülle bricht mit dem Eintritt in die Mitose zusammen, so dass sich die mitotische Spindel ausbilden und das kondensierte Chromatin auf die beiden entstehenden Tochterzellen verteilen kann. Um das segegrierte Chromatin bildet sich wieder eine neue Kernhülle mit Kernporenkomplexen aus. Kernporenkomplexe und ihre Kristallisationspunkte am Chromatin sind orange-rot dargestellt, Microtubuli in grün.

Wir freuen uns über neue motivierte Labormitglieder (Studenten der Medizin, Biologie, Biochemie, Biomedical Engeniering oder verwandte Fächer, Doktoranden, Postdoktoranden) mit einem fundierten Interesse an den molekularen Mechanismen des Kernporenaufbaus, ihrer Funktion, der Chromatindekondensierung und/oder in Membranbiochemie.

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