Internationale Auszeichnung für Aachener Schmerzforschung: Angelika Lampert hält Plenarvortrag auf dem IASP World Congress on Pain 2026

Univ.-Prof. Dr. Angelika Lampert, Direktorin des Instituts für Neurophysiologie an der Uniklinik RWTH Aachen und Sprecherin des Scientific Center for Neuropathic Pain Aachen (SCNAACHEN), wurde eingeladen, einen Plenarvortrag auf dem IASP World Congress on Pain 2026 in Bangkok zu halten.  

In ihrem Vortrag "Bridging Molecules and Mechanisms: Sensory Neurons and Sodium Channels in Neuropathic Pain" wird Univ.-Prof. Angelika Lampert über sogenannte „schlafende“ Nozizeptoren sprechen – eine besondere Untergruppe menschlicher Schmerzfasern, die bei neuropathischen Schmerzen pathologisch aktiv werden. Durch die Kombination modernster Methoden wie Patch-Seq, Einzelzell- und räumlicher Transcriptomics, Elektrophysiologie sowie patientenabgeleiteter Stammzellmodelle gelingt es, die molekularen Eigenschaften dieser Nervenzellen zu entschlüsseln und ihre Rolle bei der Entstehung chronischer Schmerzen besser zu verstehen. Gleichzeitig liefern Untersuchungen spannungsabhängiger Natriumkanäle neue Einblicke in die Mechanismen neuronaler Übererregbarkeit und eröffnen Perspektiven für gezielte therapeutische Ansätze. 

Vorab ist es möglich sich einen Einblick in das Forschungsgebiet in einem eben veröffentlichten Review-Artikel erschienen im Fachjournal PAIN zu verschaffen: “An integrative view of human nociceptor diversity: from microneurography to molecular identity”. 

Die Forschenden der Uniklinik RWTH Aachen, Jun.-Prof. Dr. Jenny Tigerholm (Computational Simulation of Subcellular Neurobiological Processes), Univ.-Prof. Dr. Thomas Stiehl (Institute for Computational Biomedicine and Disease modelling with focus on phase transitions between phenotypes), Univ.-Prof. Dr. Ingo Kurth und Dr. Natja Haag (Zentrum für Humangenetik und Genommedizin), erläutern gemeinsam mit Univ.-Prof. Angelika Lampert, wie ihre eigenen Arbeiten sowie weitere Forschungsansätze in diesem Fachgebiet die elektrischen Eigenschaften von Neuronen nutzen, um diese auf molekularer Ebene zu klassifizieren. 

Die Einladung zum Plenarvortrag bei der IASP Jahrestagung im Oktober 2026 unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Aachener Schmerzforschung und würdigt die langjährige Arbeit der Forschungsgruppen am UKA an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und translationaler Medizin. 

Einen ersten Einblick in den Plenarvortrag gibt das Video Angelika Lampert - 2026 World Congress on Pain Plenary Speaker

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