Ein großer Erfolg für die Pflege an der Uniklinik RWTH Aachen: Alle Intensivstationen der Uniklinik RWTH Aachen wurden von der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) als „Angehörigenfreundliche Intensivstationen“ zertifiziert. Die feierliche Übergabe der Zertifikate fand am 7. September im Zahn 7 statt. Die Auszeichnung ist das Ergebnis eines engagierten Projekts, das auf Initiative und unter der Leitung von Pflegedirektorin Jasmin Shmalia angestoßen und mit großem Einsatz umgesetzt wurde.
Ziel dieser Zertifizierung ist es, die emotionale Unterstützung für Patientinnen und Patienten zu stärken, die Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Angehörigen zu intensivieren und den Klinikalltag menschlicher zu gestalten. Die zertifizierten Stationen ermöglichen jederzeit den Kontakt und Einbezug von Bezugspersonen zu Patienten und fördern somit eine humane, patientenorientierte Intensivpflege. Auch Kinderbesuche sollen in einem besonders einfühlsamen Rahmen ermöglicht werden.
Um eine Zertifizierung zu erhalten, müssen Intensivstationen festgelegte Kriterien erfüllen und insgesamt 30 Punkte aus einem definierten Kriterienkatalog nachweisen. Die Kriterien umfassen unter anderem: individuelle Besuchsgestaltung ohne feste Zeiten, Einbindung der Angehörigen bei Aufnahme und Behandlungsplanung, Unterstützung bei Sprachbarrieren durch interne oder externe Dolmetscher sowie Priorisierung von Angehörigen bei hohem Gesprächsbedarf oder kritischem Patientenstatus.
Strenge Kriterien und ein engagiertes Team
Nachdem Pflegedirektorin Jasmin Shmalia die Initiative im März 2026 ins Rollen gebracht hatte, gab es viel zu tun: Der Kriterienkatalog der DGF musste abgearbeitet und alle stationsrelevanten Daten zusammengetragen und eingereicht werden. Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ein halbes Jahr später, am 7. September 2026, wurden die Zertifikate im Rahmen einer feierlichen Übergabe offiziell überreicht.
„Diese Zertifizierung bedeutet uns sehr viel, weil sie bestätigt, was Pflege für uns ausmacht: Menschlichkeit, Nähe und die aktive Einbindung von Angehörigen in den Behandlungsprozess. Gerade auf Intensivstationen sind Vertrauen, Kommunikation und emotionale Unterstützung von unschätzbarem Wert. Dass alle unsere Intensivstationen diese Auszeichnung erhalten haben, macht mich außerordentlich stolz und ist ein großer Erfolg für unsere Pflegeteams“, betont Pflegedirektorin Jasmin Shmalia.
Weitere Maßnahmen sind bereits in Planung
Die Zertifizierung umfasst einen Zeitraum von zwei Jahren. Anschließend kann eine Re-Zertifizierung beantragt werden, sofern fünf weitere Punkte im Kriterienkatalog erfüllt werden. Mit diesem Ziel vor Augen kümmert sich das Team bereits um die Umsetzung weiterer Maßnahmen: „Aktuell entwickeln wir beispielsweise Schulungen und Gesprächsleitfäden für Angehörigenkommunikation in herausfordernden Situationen. Darüber hinaus ist geplant, die Besucherräume und Versorgungsmöglichkeiten weiter zu verbessern“, erklärt Pflegedienstleiterin Benedikte Bücherl. Die Zertifizierung ist für sie also kein Grund, das Projekt schleifen zu lassen. „Im Gegenteil: Wir möchten uns stetig verbessern und gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Intensivstationen für alle Anwesenden Orte der Fürsorge und Heilung sind.“














