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Juniorprofessur: Soziale und Affektive Neurowissenschaften

Das default-mode network gehört zu den am wenigsten erwarteten Entdeckungen der System-Neurowissenschaften. Dieses makroskopische Gehirn-Netzwerk hat den höchsten Stoffwechselverbrauch und die vielleicht höchste neuronale Basisaktivität. Die funktionelle Verarbeitung des Netzwerkes ist assoziiert mit diversen Prozessen: komplexe soziale Kognition wie Perspektivwechsel, Sprache und moralischem Urteilen, sowie der Vorstellung von Ereignissen und Orten in Vergangenheit und Zukunft. Gleichzeitig wurde das default-mode network mit einer Brandbreite von psychischen Krankheiten wie Schizophrenie, Autismus und Depression in enge Verbindung gebracht. Trotz seiner anthropologischen Bedeutung ist die (patho-)physiologische Funktion dieses Netzwerkes bisher essenziell unverstanden.

Die Arbeitsgruppe widmet sich dieser interdisziplinären Herausforderung in einem Domänen-agnostischen Ansatz (über hohe und einfache kognitive Prozesse hinweg) in großen Datensätzen (wie BrainMap und HCP) mit bioinformatischen Methoden (hoch-dimensionale Statistik/Machine-learning, koordinaten-basierte Metaanalysen, konnektivitätsbasierte Parzellierung).

Die Arbeitsgruppe arbeitet im Rahmen der Forschungsallianz JARA-BRAIN mit dem Forschungszentrum Jülich zusammen. 

Kooperationspartner:

Veröffentlichungen: Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Danilo Bzdok