Interdisziplinäre internistische Intensivstationen IM18 und IM19

Medizinische Klinik I (Kardiologie) und Medizinische Klinik V (Pneumologie)

Die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik I) und die Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik V) der Uniklink RWTH Aachen verfügen für die Behandlung kritisch kranker Patienten über ein abgestuftes Konzept mit Behandlung auf zwei interdisziplinären internistischen Intensivstationen.

Die Intensivstation IM18 bildet als maximalversorgende Station mit 16 Beatmungsbetten das komplette Spektrum intensivmedizinischer Leistungen ab. Die Intensivstation IM19 mit maximal 20 Betten behandelt in einem abgestuften Konzept Patienten ohne dauerhafte invasive Beatmung, bildet aber ansonsten ebenfalls das komplette Spektrum der Intensivmedizin ab.

Neben der Versorgung von Patienten mit kardiologischem und pneumologischem Schwerpunkt behandeln wir in enger Kooperation mit der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Stammzelltransplantation (Medizinische Klinik IV) sowie der Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Erkrankungen (Medizinische Klinik II) Patienten dieser jeweiligen Fachrichtungen intensivmedizinisch. Weiterhin besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie als Herz-Team in der Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz. Mit diesen Schwerpunkten werden auf jährlich circa 1.200 Patienten von einem Team aus 80 Pflegekräften und 20 Ärzten versorgt. 

Mit einem auf der Intensivstation integrierten modernen Herzkatheterlabor ist durchgehend 24h pro Tag/7 Tage pro Woche eine sofortige Behandlung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom, STEMI, NSTEMI und prä-und intra-hospitalem Herzkreislaufstillstand mit Unterstützung des intensivmedizinischen Teams vorhanden.

Für die intensivmedizinische Behandlung der Patienten steht jegliche Art des hämodynamischen Monitorings mit Einsatz transpulmonaler Thermodilutionsverfahren, Pulskonturanalysen und kontinuierliche Cardiac Output (CO) Messung über einen Pulmonaliskatheter zur differenzierten Herz-Kreislauftherapie zur Verfügung.

Jegliche Art der Nierenersatztherapie ist jederzeit verfügbar. Invasive und nicht-invasive diagnostische Verfahren wie Bronchoskopie, transthorakale (TTE) und und transösophageale Echokardiographie (TEE) abdominelle und vaskuläre Sonographie und radiologische Bildgebungen können durchweg angewandt werden.

Wir verfügen über alle Möglichkeiten der nicht-invasiven und differenzierten invasiven Beatmungstherapie mit ausgiebiger Erfahrung in Rescue-Therapien der Bauchlagerung, inhalativer NO- und Prostazyklintherapie sowie extrakorporalen passiven und aktiven Therapieformen zur CO2 Elimination bis hin zum kompletten Lungenersatz mit veno-venöser ECMO Therapie und Herz-Lungenersatz mittels veno-arterieller ECMO Therapie. Die Therapie erfolgt in enger Kooperation mit der Klinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie im interdisziplinären ECMO Team Aachen (ECTA). Bei kritischen Patienten, die als nicht-transportfähig eingestuft werden, ist eine Versorgung mittels ECMO Verfahren vor Ort im zuweisenden Krankenhaus und ein Transport unter ECMO Therapie durch uns jederzeit möglich. Unter 0241 80-38100 ist 24/7 ein Kontaktaufnahme mit dem ECTA möglich.

Wir verfügen über eine hohe Expertise in der Behandlung von langzeitbeatmeten Patienten. Regelmäßig führen wir perkutane Dilatationstracheotomien durch. Operative Tracheotomien erfolgen in Kooperation mit der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie in der Regel bettseitig.

In der engen Zusammenarbeit bieten wir somit die Möglichkeit, Patienten mit kardiologischem, pneumologischem, onkologischem und nephrologischem Schwerpunkt maximal intensivmedizinisch zu versorgen und zeitgleich bezüglich ihrer Grunderkrankung adäquat weiterzubehandeln.

Der intensivmedizinische Forschungsschwerpunkt liegt neben den kardiologischen Themen des akuten Koronarsyndroms und des kardiogenen Schocks bei der Erforschung der schweren Sepsis und des septischen Schocks, der Erprobung moderner Biomarker zur Risikostratifizierung der behandelten Patienten sowie der Entwicklung nicht-invasiver Monitoringverfahren zur Überwachung des kardialen Status der Patienten. Weiterhin erforschen wir moderne Konzepte der individualisierten Beatmungstherapie im schweren Lungenversagen (ARDS), sowie die Effekte extrakorporaler Adsorptionsverfahren bei Sepsis und ARDS.

Im Rahmen der intensivmedizinischen Kooperation stehen wir ärztlichen Kolleginnen und Kollegen für Anfragen zur Behandlung und zur Übernahme von Patienten mit ARDS/schwieriger Beatmung jederzeit zur Verfügung. Sie erreichen uns unter unserer ECMO-Hotline: 0241 80-38100.

Für Angehörige haben wir die eigenständige Telefonnummer 0241 80-37030 eingerichtet, unter der rund um die Uhr ein Kontakt zum Behandlunsgteam möglich ist.

Team der Interdisziplinären internistischen Intensivstationen IM18 und IM19

Oberärzte

Dr. med. Alexander Kersten, Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie, Internistische Intensivmedizin
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Prof. Dr. med. Ertunc Altiok, Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie, Internistische Intensivmedizin, Interventionelle Kardiologie
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Ltd. Stationsarzt/Stationsärztin

Dr. med. Matthias Rau, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin und Notfallmedizin
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Dr. med. Kirsten Thiele, Fachärztin für Innere Medizin, Kardiologie
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