AG Noels – Experimentelle kardiovaskuläre Pathobiochemie

Dr. Heidi Noels leitet die Forschungsgruppe "Experimentelle kardiovaskuläre Pathobiochemie" innerhalb des Instituts für Molekulare Herz-Kreislauf-Forschung des Universitätsklinikums Aachen. Ihre Gruppe beschäftigt sich mit der Identifizierung und Charakterisierung von pathologischen Entzündungsmechanismen, die der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zugrunde liegen. Bisherige Arbeiten führten zur Charakterisierung der Rolle von Chemokinrezeptoren und ihrer Liganden bei der Regulierung von Entzündungsprozessen in der Atherosklerose. Außerdem wurden neue Erkenntnisse über Signalmoleküle gewonnen, die Entzündung und Atherosklerose durch Effekte auf den Transkriptionsfaktor NF-kB, einem Schlüsselregulator der Entzündung, beeinflussen. Zu den jüngsten Arbeiten gehört die Identifizierung von Mediatoren und Mechanismen, die dem stark erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) zugrunde liegen. Laufende Studien konzentrieren sich auf die pathophysiologische Wirkung von Chemokinen und urämischen Toxinen im Zusammenhang mit dem Myokardinfarkt sowie auf die Thrombozytenaktivierung bei CKD, mit dem letztendlichen Ziel, neue Therapien zur Verringerung der stark erhöhten kardiovaskulären Belastung bei CKD-Patienten zu unterstützen.

Für ihre Forschung erhielt Dr. Noels den W.H. Hauss-Preis der Deutschen Atherosklerose-Gesellschaft (2018) sowie den Werner-Risau-Preis für Gefäßbiologie, einen Early Career Investigator Award, der von der Zeitschrift ATVB vergeben wird.

Dr. Noels ist Managing Director und Mitglied des Vorstands des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Transregionalen Sonderforschungsbereichs SFB/TRR219 (2018-2021). Außerdem ist sie Programmmanagerin des Marie Skłodowska-Curie International Training Network "CaReSyAn" zwischen Aachen, Athen, Hannover, Wien, Montpellier, Toulouse, Maastricht und Stockholm (2018-2021).