Auswirkungen Klimawandel-bedingter Wetterphänomene auf geriatrische Patientinnen und Patienten in der Notfallmedizin – Analysen und Modellierungen zur evidenzbasierten Versorgungsplanung

Das Projekt KlimaNOT 

untersucht die Auswirkungen des Klimawandels auf die Notaufnahmen in Krankenhäusern. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis über die Erkrankungsbreite und die Inanspruchnahme von Notaufnahmen zu erlangen. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung geriatrischer Patienteninnen und Patienten, bei der eine besondere Verletzlichkeit (unter thermischen Belastungen wie Hitze oder Kälte) bereits bekannt ist.

An drei geriatrischen Zentren (Universitätsklinikum Aachen, Klinikum Fürth und Universitätsklinikum Oldenburg) wird diese prospektive Studie durchgeführt. In einem Zeitraum von 12 Monaten wird der mögliche Zusammenhang von Wetterveränderungen und Gesundheitszustand an hochaltrigen Patient*innen (≥ 85 Jahre) genauer untersucht. In die Auswertung fließen Daten aus der Krankenhausbehandlung sowie die Ergebnisse einer Fragebogenerhebung ein. Diese Daten werden zur finalen Analyse mit den regionalen Wetterdaten zum Zeitpunkt der Krankenhausbehandlung zusammengefügt, um eine mögliche Verknüpfung von Wetterlage und Verschlechterung des Gesundheitszustands zu untersuchen.

Die Ergebnisse des Projekts sollen der Notfallmedizin als Informationsquelle und Steuerungsinstrument dienen, sowie in die Erstellung von Handlungsempfehlungen und Leitfäden für die klinische Patientenversorgung mit einfließen.

Geleitet wird dieses Projekt von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (KlimaNot Konsortium) und für 3 Jahre vom Innovationsfonds des G-BA (FKZ: 01VSF23017) gefördert.

Förderungszeitraum   01.01.2024 – 31.12.2026