AG Knaup
Die von PD Dr. med. dent. Isabel Knaup geleitete Arbeitsgruppe verbindet kieferorthopädische Präventions- und Versorgungsforschung mit translationaler Grundlagenforschung und Lehrforschung.
Im Zentrum steht die Frage, wie frühzeitige, interdisziplinär abgestimmte Prävention den kieferorthopädischen Versorgungsbedarf über die gesamte Entwicklungszeit hinweg senken kann, untersucht anhand klinischer Studien zu den Folgen eines vorzeitigen Milchzahnverlusts, zur Vermeidung von White-Spot-Läsionen unter festsitzenden Apparaturen sowie zur langfristigen Stabilität kieferorthopädischer Behandlungsergebnisse im Vergleich unterschiedlicher Retentionsprotokolle.
Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB1739 untersucht die Arbeitsgruppe zudem das parodontale Remodelling, also die regulatorischen Vorgänge des Umbaus von parodontalem Ligament, Wurzelzement und Alveolarknochen, im Kontext chronischer Nierenerkrankung und kardiovaskulärer Komorbidität, anhand von In-vitro- und In-vivo-Modellen zur physiologischen und pathophysiologischen Belastung parodontaler Ligamentzellen und Zementoblasten, mit dem Ziel, parodontale Veränderungen als früh zugängliche, zahnärztlich erhebbare Marker einer beginnenden Nierenfunktionseinschränkung zu etablieren. Ergänzend entwickelt und evaluiert die Arbeitsgruppe im Bereich der Lehrforschung digitale Lernanwendungen für die kieferorthopädische Diagnostik und Therapieplanung, deren Wirksamkeit fortlaufend in kontrollierten Studien überprüft wird.
Kontakt: iknaupukaachende


