Endoprothetikzentrum

Leitung:
Prof. Dr. med. Ulf Hofmann
Priv.-Doz. Dr. med. Arne Driessen

 

Die Implantation und der Wechsel von künstlichen Knie- und Hüftgelenken stellt für Patienten und Gesellschaft eine ständig wachsende Herausforderung dar da die Ansprüche an Langlebigkeit und Belastung der Prothesen stetig ansteigen. Ein hohes Aktivitätsniveau, sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und aufgrund der steigenden Lebensdauer zunehmende Wechseloperationen und Revisionsoperationen kennzeichnen den soziodemographischen Trend der letzten Dekade. Prothesenimplantationen sind hochspezialisierte Operationen und setzen somit eine langjährige operative Erfahrung und ein hochspezialisiertes Team voraus.  


Neueste Qualitätsstandards

Das Europäische Endoprothesenzentrum (EPZ) wurde durch die Initiative zur Zertifizierung von EndoProthetikZentren als qualitätssichernde Maßnahme in der Behandlung von Gelenkerkrankungen mit einem Qualitätszertifikat ausgezeichnet. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde nach neuesten Qualitätsstandards zum Wohle des Patienten weiter optimiert. Alle Behandlungsschritte laufen nach international anerkannten Qualitätsstandards ab.


Modernste Operationsverfahren

Künstliche Gelenke werden durch den Einsatz von Navigationsverfahren wesentlich präziser implantiert, um die Langlebigkeit der Prothesen zu verbessern. Alle Patienten werden nach international anerkannten Qualitätsstandards nachuntersucht, um die Qualität der Operationen nachhaltig zu kontrollieren. Alle Operationen werden in gewebeschonenden Operationstechniken durchgeführt, um die Rehabilitation nach dem Eingriff zu beschleunigen. Der Wundschmerz nach der Operation wird durch die schonenden Operationstechniken und die enge Kooperation mit der Klinik für Anästhesiologie minimiert. 

Hypoallergene Implantate
Implantatallergien bzw. Unverträglichkeiten gegen Anteile der Werkstoffe (z. B. Cobalt, Chrom, Molybdän), Medikamente und Antibiotika werden in der Literatur diskutiert. Die Implantation einer Endoprothese steht z. B. einer „Nickelallergie“ dennoch nicht im Wege da es auch bei Standardimplantaten hypoallergen Implantatlegierungen gibt die verwendet werden können. Bei Allergien gegen Inhaltsstoffe von Knochenzementen oder Antibiotika kann eine (Knie-) Endoprothese ggf. auch zementfrei implantiert werden.

Hierdurch wurden in der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie der Uniklinik RWTH Aachen ideale Voraussetzungen geschaffen. Unsere Patienten werden nach neuesten Erkenntnissen und mit modernsten Verfahren operiert. 


Minimal-invasive, muskelschonende Operationstechniken (MIS) & schnelle Rehabilitation

In Deutschland werden gegenwärtig circa 450.000 Hüft- und Knieprothesen pro Jahr implantiert, um die Schmerzen zu therapieren, die Beweglichkeit zu verbessern und die Lebensqualität der Patienten zu steigern. In den letzten Jahren hat es einen deutlichen Wandel der Operationstechniken und der postoperativen Rehabilitation in der primären Hüft- und Knieendoprothetik gegeben. 

In der Klinik für Orthopädie an der Uniklinik RWTH Aachen erfolgt bereits am Aufnahmetag durch die Physiotherapie ein Gehtraining mit Unterarmgehstützen , damit unsere Patienten im Umgang mit Gehstützen geschult werden. 

Die Operation erfolgt über möglichst kleine, an die Anatomie angepasste Hautschnitte, in Weichteil - muskelschonender Technik. Am Hüftgelenk werden hierzu bei der Erstimplantation „Muskellücken“ genutzt (antero-lateraler Zugang), sofern die Anatomie des individuellen Patienten dies erlaubt. 

Auf Drainagen („Schläuche“) wird ebenso verzichtet wie auf eine Blutsperre des Beines bei der Implantation einer Knieprothese. 

Intraoperativ erhalten die Patienten eine lokale Infiltrationsanästhesie (LIA), verbunden mit einem modernen perioperativen Schmerzkonzept, um die postoperativen Schmerzen wirkungsvoll zu behandeln. 

Im Rahmen unseres innovativen Rehabilitationskonzepts erfolgt durch unsere Physiotherapie bereits am OP-Tag eine Mobilisation, damit unsere Patienten nach der Operation ihre Eigenständigkeit möglichst schnell wiedererlangen. 

Nach Erstimplantation einer Hüft- oder Knieprothese kann das Bein direkt schmerzadaptiert voll belastet werden, um die Mobilität unserer Patienten zu fördern und ein Muskeltraining zu ermöglichen

Sprechstunde

Wann?
mittwochs und donnerstags

Wo?
Ebene 5 (Anmeldung: Rezeption B2; Wartezimmer: Flur 2, Zimmer 7)

Terminvergabe
Tel.: 0241 80-80644 oder über unser Online-Formular