In ihrem Vortrag präsentierte Marie Mehlfeldt neue Erkenntnisse zur Paroxysmal Extreme Pain Disorder (PEPD), einer seltenen genetischen Schmerzerkrankung, die durch Mutationen im Natriumkanal Nav1.7 verursacht wird. Diese Mutationen verstärken sogenannte resurgent Ströme und erhöhen dadurch die Erregbarkeit von Neuronen der Schmerzbahn – insbesondere bei niedrigeren Temperaturen.
Durch die Kombination temperaturabhängiger automatischer Patch‑Clamp‑Messungen mit mathematischen Modellierungsansätzen konnte Marie Mehlfeldt zeigen, wie sich krankheitsrelevante Nav1.7‑Varianten auf das elektrische Verhalten von Nervenzellen auswirken. Die Modelle liefern mechanistische Erklärungen dafür, warum Betroffene bereits auf milde Reize wie Berührung oder Kälte mit extremen Schmerzreaktionen reagieren.
Die Channelopathy Conference 2026 fand erstmals auf dem afrikanischen Kontinent statt und brachte über 100 internationale Forschende aus der Channelopathy‑Community zusammen. Wir gratulieren Marie Mehlfeldt herzlich zu dieser wohlverdienten Auszeichnung.



