Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Für die Behandlung Ihres Gelenks suchen Sie das Franziskus, den zweiten Standort der Uniklinik RWTH Aachen, auf. Das Haus am Morillenhang 27 ist nur wenige Kilometer von der Uniklinik entfernt und beherbergt zahlreiche Fachdisziplinen der Uniklinik. Aufgrund seiner kleineren Größe besitzt es eine familiäre Atmosphäre und ermöglicht eine Behandlung der kurzen Wege mit persönlicher Betreuung. Wir stehen für transparente, planbare und eingespielte Abläufe höchster Qualität.
Höchste Expertise in Endoprothetik und Revisionsendoprothetik
Gesunde Gelenke sind eine wichtige Voraussetzung für Beweglichkeit und Lebensqualität. Mit zunehmendem Alter oder durch andere Erkrankungen kommt es oft zu einem Verschleiß der schützenden Knorpeloberfläche im Gelenk. Betroffene bemerken dies zunächst häufig durch ein angeschwollenes Gelenk oder Schmerzen bei Belastung. Dieses Krankheitsbild nennen wir Arthrose.
Wann ist ein künstliches Gelenk sinnvoll?
Nicht immer ist bei Arthrose eine sofortige Operation notwendig. Anfangs können die Beschwerden noch über längere Zeit mit nicht-operativen Maßnahmen wie gezielter Bewegung, Physiotherapie oder Medikamenten erfolgreich behandelt werden. Wenn diese Maßnahmen nicht mehr ausreichend und die Mobilität im Alltag zu sehr eingeschränkt ist, kann ein künstlicher Gelenkersatz (Endoprothese) infrage kommen.
Spezialisierte Versorgung bei Knie- und Hüftgelenkersatz
Der Einsatz und gegebenenfalls der Austausch künstlicher Kniegelenke und Hüftgelenke erfordern eine sorgfältige Planung und ein hochspezialisiertes Behandlungsteam mit langjähriger Erfahrung. Dabei stehen die individuellen Beschwerden, Bedürfnisse und Behandlungsziele der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt.
Umfassende Versorgung
Unser Team in der Sektion Endoprothetik der Uniklinik RWTH Aachen am Standort Franziskus bietet Patientinnen und Patienten eine hochqualitative und spezialisierte Versorgung beim Einsatz und Austausch künstlicher Gelenke. Das Zentrum ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. Damit bestätigt sich unser hoher Anspruch an Qualität und Behandlungssicherheit für die Patientinnen und Patienten.

Moderne Operationsverfahren
Bei der Implantation eines Kunstgelenks sichern moderne Operationsverfahren eine Versorgung nach neuesten Standards. Dazu gehören computergestützte Navigationsverfahren, die eine präzise Positionierung der Implantate unterstützen sowie gewebeschonende Operationszugänge.
Die exzellente Infrastruktur der Uniklinik RWTH Aachen ermöglicht die Planung und Durchführung von besonders anspruchsvollen Eingriffen beispielsweise mittels intraoperative 3D-Bildgebung und Navigation. Das breite Portfolio an verfügbaren Implantaten wird durch individuelle Sonderanfertigungen erweitert.



Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen innerhalb der Uniklinik ermöglicht auch die Versorgung komplexer Fälle, bei denen bereits eingesetzte künstliche Gelenke getauscht werden müssen.
Frühzeitige Mobilisation und individuelle Nachbehandlung
Bei allen Patientinnen und Patienten steht das Ziel im Fokus, Schmerzen zu lindern und möglichst früh Bewegung sowie eine Rückkehr in den gewohnten Alltag zu ermöglichen. Dafür verbinden wir eine individuell abgestimmte Schmerztherapie vor, während und nach dem Eingriff mit modernen Rehabilitationskonzepten.
Beim Einsatz künstlicher Gelenke nutzen wir moderne, computergestützte Navigationsverfahren. Diese unterstützen unsere Operateurinnen und Operateure dabei, die Implantate präzise auszurichten und einzusetzen. Ziel ist es, eine gute Funktion und langfristige Stabilität des künstlichen Gelenks zu erreichen.
Wir setzen auf möglichst gewebeschonende Operationstechniken, um das umliegende Gewebe zu schützen und die Genesung nach dem Eingriff zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Anästhesiologie sorgen wir zudem für eine individuell abgestimmte Schmerztherapie. So möchten wir Beschwerden nach der Operation reduzieren und eine frühzeitige Mobilisation ermöglichen.
Regelmäßige Nachuntersuchungen helfen uns, den Heilungsverlauf und die Funktion des künstlichen Gelenks zu überprüfen. Gleichzeitig dienen sie der kontinuierlichen Qualitätssicherung unserer Behandlungen.
Auch bei einer bekannten Metallallergie kann der Einsatz eines künstlichen Gelenks möglich sein. Entscheidend ist die individuelle medizinische Beurteilung.
Bestimmte Metalle, beispielsweise Nickel, Kobalt oder Chrom, können allergische Reaktionen auslösen. Für Patientinnen und Patienten mit entsprechenden Unverträglichkeiten stehen bei medizinischer Notwendigkeit spezielle Implantate aus alternativen Materialien oder mit besonderen Oberflächen zur Verfügung.
Auch bei bekannten Allergien gegen Bestandteile des Knochenzements oder bestimmte Antibiotika prüfen wir mögliche Behandlungsalternativen. Unter geeigneten Voraussetzungen kann beispielsweise eine zementfreie Verankerung des künstlichen Gelenks infrage kommen.
In der Sektion Endoprothetik der Uniklinik RWTH Aachen berücksichtigen wir bekannte Allergien und Unverträglichkeiten bei der individuellen Behandlungsplanung. Unser Ziel ist eine sichere, sorgfältig abgestimmte Versorgung, die den persönlichen medizinischen Voraussetzungen unserer Patientinnen und Patienten gerecht wird.
Mit etwa 400.000 Eingriffen pro Jahr gehört der Einsatz eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenks zu den häufigsten Operationen in Deutschland. Beim Einsatz künstlicher Hüft- und Kniegelenke achten wir auf möglichst kleine, an die Anatomie angepasste Hautschnitte. Dabei setzen wir auf gewebeschonende Operationstechniken im Weichteil, um Muskeln und umliegendes Gewebe möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Bei der erstmaligen Implantation eines künstlichen Hüftgelenks nutzen wir, sofern die individuellen Voraussetzungen es erlauben, einen Zugang zwischen den Muskeln (antero-lateraler Zugang). Dadurch kann das umliegende Muskelgewebe geschont werden.
Bei der Implantation eines künstlichen Kniegelenks verzichten wir nach Möglichkeit auf Wunddrainagen und eine vorübergehende Unterbrechung der Blutzufuhr zum Bein (Blutsperre).
Bereits während der Operation erhalten Patientinnen und Patienten eine örtliche Betäubung des Gewebes, die sogenannte lokale Infiltrationsanästhesie (LIA), um die Schmerzen nach der Operation wirkungsvoll zu behandeln.
Unser Rehabilitationskonzept sieht vor, dass Patientinnen und Patienten möglichst bereits am Operationstag mit Unterstützung unserer Physiotherapie aufstehen und erste Schritte gehen.
Nach dem erstmaligen Einsatz einer Hüft- oder Knieprothese ist in der Regel eine direkte Vollbelastung des operierten Beins möglich, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen. Dabei orientieren wir uns an den individuellen Schmerzen und der körperlichen Belastbarkeit.
Die frühzeitige Bewegung unterstützt den Muskelaufbau und hilft dabei, die Selbstständigkeit im Alltag schrittweise zurückzugewinnen.
Forschung und Patientenversorgung gehen an der Uniklinik RWTH Aachen Hand in Hand. Mit unseren klinischen Studien tragen wir dazu bei, neue Erkenntnisse zu gewinnen und innovative Behandlungsmöglichkeiten für Sie weiterzuentwickeln. Informieren Sie sich hier über unsere aktuell laufenden Studien.
Sprechstunde
Wann?
montags, mittwochs und donnerstags
Wo?
Uniklinik RWTH Aachen (Haupthaus, Pauwelsstraße 30)
Anmeldung: Rezeption B2, Etage 5, Wartezimmer: Flur 2, Zimmer 7
Hinweis:
Sollten Sie keine Möglichkeit haben, Ihren Termin digital zu vereinbaren, erreichen Sie uns montags bis freitags von 08:00 bis 12:00 Uhr telefonisch unter den folgenden Telefonnummern:
Tel.: 0241 80-80644
Tel.: 0241 80-80786
Anfragen per E-Mail richten Sie bitte an:
Terminvergabe-Unfallchirurgieukaachende
Weitere Informationen
Videos und Podcasts
Weitere Informationen rund um das Themengebiet der Endoprothetik finden Sie in unseren Medieninhalten.

Video Arthrose
Univ.-Prof. Dr. med. Ulf Krister Hofmann beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Arthrose in unserer Patientenakademie auf Youtube.
Podcast Faszination Endoprothetik
Im Podcast erklärt Univ.-Prof. Dr. med. Ulf Krister Hofmann, was die Endoprothetik ausmacht und warum ihn der menschliche Gelenkknorpel fasziniert.
Sonderbeilage Endoprothetik
In unserer achtseitigen Sonderbeilage in der Aachener Zeitung erfahren Sie kompaktes Wissen rund um Endoprothetik von A wie Arthrose bis Z wie Zurück in die Bewegung.




