Ein besonderes Dienstjubiläum mit Geschichte

Ingrid Scholz ist seit 50 Jahren in der Uniklinik RWTH Aachen tätig. Zwei Standorte, drei Stationen und ein halbes Jahrhundert voller Veränderungen können nur wenige im Haus aufweisen. Die gelernte Kinderkrankenschwester berichtet, wie sie die vielen Jahren im Haus erlebt hat.

Manche Jubiläen kommen schneller, als man denkt, sogar das 50. Dienstjubiläum. Ingrid Scholz ist seit vielen Jahren in der Ambulanz der Urologie an der Uniklinik RWTH Aachen beschäftigt. Ihr Dienstalltag macht ihr auch nach all der Zeit so viel Spaß, dass die 71-Jährige nach ihrem Renteneintritt weiterhin einmal die Woche in der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Aufnahmezimmer arbeitet. 

Viele Stationen auf Station

Nach ihrer Ausbildung in Stolberg fing Ingrid Scholz 1976 in der Uniklinik an, damals noch auf Station in der Kinderorthopädie in der Goethestraße. „Wir mussten bei Wind und Wetter zwischen den Pavillons hin- und herlaufen, da war noch nicht alles unter einem Dach. Im Winter hat man sich dann halt die Stiefel angezogen und bei Aachener Regen ist man mit dem Schirm losgezogen. Das hat uns aber nichts ausgemacht“, erinnert sie sich. Den Wechsel zum heutigen Gebäude der Uniklinik machte sie als Mitarbeiterin in der Ambulanz der Orthopädie mit, wo sie bis 1987 arbeitete. Auf die Frage, warum sie den Pflegeberuf damals ergriffen hat, antwortet Ingrid Scholz mit einem Schmunzeln: „Ich wollte schon immer mit Kindern arbeiten. Nur leider bin ich im Basteln eine Niete, also war Erzieherin schon mal raus aus der Auswahl. Dann habe ich die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester gemacht.“ Sie selbst hat eine Tochter, weshalb sie ab Mai 1988 in die Ambulanz der Klinik für Plastische Chirurgie, Hand- und Verbrennungschirurgie wechselte. „Meine Tochter ging im Sommer 1990 bis 1994 in den Personalkindergarten der Uniklinik“, berichtet sie.

Große Veränderungen

Seit dem 1. September 1994 trifft man Ingrid Scholz bis heute in der Klinik für Urologie und Kinderurologie an. Und was sich nach all den Jahren verändert hat? „Vieles“, sagt sie, „vor allem in der Medizin und der Technik. Damals gab es in der Goethestraße keine Telelifte, von Computern ganz zu schweigen. Das hat schon geholfen, als die Arbeit dadurch mobiler und leichter wurde – aber auch stressiger.“ Auch in der Medizintechnik freut sich Ingrid Scholz über Neuerungen und die Entwicklung in der Versorgung von Patientinnen und Patienten. Am prägendsten war für sie der Bau des heutigen Hauptgebäudes: „Das war damals für uns absolutes Neuland. So ein riesiges Gebäude und eine ganz andere Atmosphäre als in der familiären Goethestraße.“ 

Was bleibt am Ende des Tages und nach so vielen Dienstjahren übrig? „Man nimmt schon einiges mit nach Hause, was einen im Arbeitsalltag prägt. Das sind auch oft die traurigen und emotionalen Momente, aber das Team fängt vieles davon auf. Ohne die Kolleginnen und Kollegen wäre es nur halb so schön“, sagt sie und lächelt. 

v. l. n. r. Jasmin Shmalia, Pflegedirektorin, Ingrid Scholz, Univ.-Prof. Dr. med. Matthias Saar
Klinische Anstalten in der Goethestraße: Eingang(historisches Bildmaterial)
Klinische Anstalten in der Goethestraße: Pavillons (historisches Bildmaterial)

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