Interdisziplinäres Frauenherzzentrum
Das Interdisziplinäre Frauenherzzentrum der Uniklinik RWTH Aachen bietet eine multidisziplinäre, geschlechtsspezifische Versorgung von Frauen mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko in allen Lebensphasen an. Durch eine enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Expertinnen und Experten sowohl aus der Kardiologie als auch aus anderen Abteilungen der Uniklinik RWTH Aachen wie z. B. Gynäkologie, Psychiatrie, Psychoonkologie und Rheumatologie, ermöglichen wir eine fachübergreifende, auf die Bedürfnisse der Frauen ausgerichtete medizinische Betreuung. Unser Ziel ist es, das kardiovaskuläre Risiko von Frauen in allen Lebensphasen frühzeitig zu erkennen, gezielt zu behandeln und so kardiovaskulären Ereignissen wirksam vorzubeugen.
Wir kümmern uns um:
- Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen bei Frauen
- Begleitung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft bei bekannten kardiovaskulären Erkrankungen
- Optimierung der kardiovaskulären Risikofaktoren um und nach der Menopause
- Kardiologische Begleitung rund um die Menopause
- Unterstützung für die mentale Gesundheit
In enger Kooperation mit der Herzinsuffizienzambulanz bzw. mit dem Zentrum für angeborene Herzfehler betreuen wir außerdem Frauen mit bekannter Herzinsuffizienz, angeborenen Herzfehlern oder stattgehabter Radiochemotherapie im Rahmen einer Krebserkrankung, in verschiedenen Lebensphasen.
FAQ
Herzbeschwerden, die z. B. im Rahmen eines drohenden Herzinfarktes auftreten, äußern sich bei Frauen häufig anders als bei Männern. Klassische Brustbeschwerden können auftreten, aber viele Frauen klagen über atypische Beschwerden (z. B. Übelkeit, Oberbauchbeschwerden, ungewöhnliche Müdigkeit oder Erschöpfung), die leicht übersehen werden können.
Schwangerschaftsassoziierte Komplikationen wie z. B. eine Präeklampsie, ein Schwangerschaftsdiabetes oder ein Schwangerschaftshypertonus erhöhen das kardiovaskuläre Risiko im Laufe des Lebens. Eine strukturierte Risikoerfassung ermöglicht ein frühzeitiges Eingreifen, welches das Langzeitrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen effektiv senken soll.
Viele Studien haben gezeigt, dass bei Frauen in und nach der Menopause das kardiovaskuläre Risiko ansteigt, sodass die Menopause mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles einhergeht. Eine geschlechtsspezifische Diagnostik und ein zielgerichtetes Risikofaktoren-Management können das kardiovaskuläre Risiko von Frauen in und nach der Menopause effektiv senken.
Rheumatologische bzw. Autoimmunerkrankungen treten häufiger bei Frauen auf. Die hierbei vorliegende Entzündungsreaktion im Körper ist mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko assoziiert. Ein gemeinsames, interdisziplinäres Vorgehen mit unseren Kollegen aus der Rheumatologie ermöglicht uns ein adaptiertes kardiales Screening und eine Optimierung der medikamentösen Therapie zur effektiven Risikoreduktion.
Studien zeigen, dass Frauen häufiger an Depressionen und Angststörungen erkranken als Männer. Zusätzlich sind psychische Erkrankungen bei Frauen eng mit hormonellen Veränderungen, z. B. im Rahmen einer Schwangerschaft oder der Menopause, verknüpft. In enger Kooperation mit unseren Kollegen aus der Psychiatrie bieten wir eine optimale psychokardiologische Betreuung an, die die mentale Gesundheit unserer Patientinnen als integralen Bestandteil der kardiovaskulären Genesung und Prävention gezielt fördert.
Anmeldung
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Beteiligte Kliniken
Leitung
Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx,
Klinikdirektor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Koordination

Priv.-Doz. Dr. med. Rosalia Angela Dettori,
Oberärztin der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Mitglieder

Univ.-Prof. Dr. med. Elmar Stickeler
Klinikdirekter der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin

Univ.-Prof. Dr. med. Natalya Chechko,
Oberärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Leiterin der Sektion Psychoonkologie in der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Hämostaseologie und Stammzelltransplantation (Medizinische Klinik IV)

Prof. Dr. med. Katharina Marx-Schütt,
Oberärztin der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Leiterin des überregionalen Herzinsuffizienz-Zentrums (Heart Failure Unit)

Prof. Dr. med. Thomas Rauen,
Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, rheumatologische und immunologische Erkrankungen (Medizinische Klinik II)

Dr. med. Michael Frick,
Oberarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin
Leiter des überregionalen EMAH-Zentrums

Dr. med. Nele Freerksen-Kirschner
Oberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin

Tatjana Pfeil,
Funktionsoberärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtsmedizin

Dr. med. Miriam Jansen,
Funktionsoberärztin der Klinik für Kardiologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin






