Im Rahmen des TRAMES II-Programms begrüßt die Uniklinik RWTH Aachen Ärztinnen und Pflegefachkräfte aus Ghana zu einer mehrwöchigen Hospitation. Bereits zum zweiten Mal ist eine Delegation nach Aachen gereist, um ihre Kenntnisse in ausgewählten medizinischen Fachbereichen zu vertiefen und den fachlichen Austausch zu stärken.
Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2024 führt die Uniklinik RWTH Aachen das Programm nun fort. Die Ärztinnen und Ärzte aus Ghana arbeiten für eine Dauer von vier Wochen in der Gynäkologie unter Leitung von Prof. Dr. med. Laila Najjari mit Unterstützung durch Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. Stickeler und in der Neonatologie unter Leitung von Julia Müller mit Unterstützung durch Frau Geis aus der Pflegedirektion, Priv.-Doz. Dr. med. Schoberer und Sektionsleiter Univ.-Prof. Dr. med. Thorsten Orlikowsky.
Über das TRAMES-Programm
In Ghana herrscht insbesondere außerhalb der großen Städte ein Mangel an qualifizierten Fachärztinnen und -ärzten. Das TRAMES-Programm setzt genau hier an und leistet durch Fortbildungsmaßnahmen einen Beitrag zur Verbesserung der medizinischen Versorgung. Durch die Qualifizierung an der Uniklinik RWTH Aachen erweitern ghanaische Fachkräfte ihre medizinischen Kompetenzen und bringen dieses Wissen anschließend in ihre Heimatkliniken ein.
„TRAMES II zeigt, wie Weiterbildungen und internationale Vernetzung zur Verbesserung der medizinischen Versorgung beitragen können“, betont Priv.-Doz. Dr. med. Mark Schoberer, Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen. Vor Ort sind die Erfahrungen aus Aachen auch interprofessionell mit großem Interesse wahrgenommen worden. „Darum freuen wir uns besonders, neben Ärztinnen und Ärzten bei dieser zweiten Hospitation auch Pflegekräfte ausbilden zu dürfen.“
Hintergrundinformationen zur Gesundheitspartnerschaft NRW-Ghana
Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) betreut das von der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen initiierte Projekt als Projektträgerin. Ziel ist es, die bestehende Gesundheitspartnerschaft zwischen NRW und Ghana weiter auszubauen.
Nordrhein-Westfalen und Ghana pflegen seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens im Jahr 2007 eine enge Zusammenarbeit, die sich auf zentrale Themen wie Gesundheitsversorgung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Klimaschutz, Ressourcenschonung sowie Bildung, Wissenschaft und Forschung konzentriert.



