Stereotaxie-DBS-Funktionelle Neurochirurgie

Funktionelle Neurochirurgie

Der Begriff „Funktionelle Neurochirurgie“ umfasst unterschiedliche Bereiche und neurochirurgische Techniken, durch die beim Patienten Verbesserungen der Hirnfunktionen bewirkt werden sollen.

Tiefe Hirnstimulation - Hirnschrittmacher

Bei der tiefen Hirnstimulation werden im Operationssaal unter neurologischer Testung sowie elektrophysiologischer Ableitung Elektroden im Gehirn platziert, um dann über einen Generator ein bestimmtes Areal dauerhaft stimulieren zu können und so eine Abnahme der Beschwerden und eine Funktionsbervesserung zu bewirken.

In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Klinik für Neurologie (Direktor Prof. Dr. J. B. Schulz, OA Priv.-Doz. Dr. B. Falkenburger) und in Kooperation mit der Uniklinik in Maastricht (Prof. Y. Temel, MD, PhD) führen wir regelmäßig Eingriffe auf dem Gebiet der funktionellen Stereotaxie (Tiefe Hirnstimulation) durch. Die Tiefe Hirnstimulation ist ein etabliertes Therapieverfahren in stereotaktischer Technik (rahmenbasierte computergestützte Zielpunktplanung) mit intraoperativer elektrophysiologischer Ableitung zur optimalen Platzierung der Stimulationselektroden. Sie dient der Behandlung von Bewegungsstörungen (z.B. Morbus Parkinson, Dystonie, essentiellem Tremor…), jedoch konnte in den letzten Jahren das Behandlungsspektrum deutlich und erfolgversprechend ausgeweitet werden, so dass heute auch bestimmte psychiatrische Erkrankungen und Epilepsien durch Hirnschrittmacher behandelt werden können.

Es besteht eine enge klinische und wissenschaftliche Kooperation auf diesem Gebiet mit der Uniklinik in Maastricht.

Ansprechpartnerin und Koordination
OÄ Dr. med. A. Höllig
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Neurovaskuläre Dekompression – Trigeminusneuralgie etc.

Typische schwere Schmerzsyndrome oder auch Schwindelerscheinungen können durch die regelmäßige Pulsation von Hirngefäßen gegen einige sog. Hirnnerven ausgelöst werden. Wenn die medikamentöse Behandlung nicht mehr gelingt, kann man operativ mit geringem Aufwand den betroffenen Nerven vom Gefäß abpolstern, was in den meisten Fällen zu einer unmittelbaren Heilung führt. Alternativ kann auch über ein radiochirurgisches Vorgehen (z.B. Gamma-Knife) mit dann aber erst verzögertem Wirkeintritt beraten werden.
Der operative Eingriff erfolgt unter Nutzung moderner neurophysiologischer Techniken zur optimalen Schonung der Nervenfunktion über einen kleinen Zugang am Hinterkopf und macht meist nur wenige Tage Klinikaufenthalt notwendig.

Epilepsiechirurgie

Die Aachener Neurochirurgen verfügen über eine weitreichende und langjährige Erfahrung bei der operativen Behandlung von medikamentös therapierefraktären fokalen Epilepsien, die in der Verfassung von Standardliteratur, Buchkapiteln und Operationsanleitungen zu diesem Thema Ausdruck findet. Eine epilepsiechirurgische Therapie durch Läsionsentfernung oder Unterbrechung von epilepsierelevanten Faserbahnen macht eine spezielle und eingehende prächirurgische Abklärung erforderlich, die an spezialisierten epileptologischen Zentren (u.a. Bethel, Berlin, Bochum, Bonn, Erlangen, Freiburg, Kehl-Kork, Maastricht-Kempenhage) durchgeführt werden sollte.
Über besondere operative Expertise verfügen der Direktor der Klinik sowie der Leitende Oberarzt bei z.B. Temporallappenresektion und Amygdalohippokampektomie, extratemporaler erweiterter Läsionektomie z.B. bei Fokaler Kortikaler Dysplasie (FCD), sowie bei der sehr erfolgversprechenden funktionellen Hemispherotomie im Kindes- und Erwachsenalter. Mit entsprechender Abklärung und Diskussion einer OP-Empfehlung bietet der Direktor der Klinik für Neurochirurgie persönlich nach Absprache gerne seine Beratung an.

Ansprechpartner und Koordination
Prof. Dr. med. H. Clusmann – Sekretariat Frau Jansen,
Tel.: 0241 80-88481
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