Unsere Forschung - Versorgung verbessern

Wissenschaftliche Perspektive und zukünftige Entwicklungen

Die im Zentrum systematisch erhobenen klinischen und bildgebenden Daten zu Patientinnen und Patienten mit angeborenen Gefäßmalformationen bilden langfristig eine wertvolle Grundlage für translational orientierte Forschung. Durch die prospektive Dokumentation von Phänotyp, Genetik, Krankheitsdynamik und Therapieansprechen lassen sich Muster identifizieren, die zur Weiterentwicklung bestehender Behandlungskonzepte beitragen. Dies umfasst sowohl die Evaluation neuer zielgerichteter medikamentöser Ansätze (z. B. Inhibitoren des PI3K/AKT/mTOR-Signalwegs oder MEK-Inhibitoren) als auch die Optimierung interventioneller Verfahren wie Embolisationstechniken, Sklerosierungsmitteln oder bildgestützten minimalinvasiven Therapien. Ebenso können chirurgische Strategien durch standardisierte Verlaufsdaten präziser indiziert und weiterentwickelt werden.

Langfristig ermöglicht diese strukturierte Datengrundlage, Therapieergebnisse objektiv zu vergleichen, prognostische Faktoren zu definieren und evidenzbasierte Empfehlungen für zukünftige Leitlinien zu unterstützen. Damit leistet das Zentrum einen Beitrag zur Weiterentwicklung moderner, personalisierter Behandlungskonzepte für Patientinnen und Patienten mit komplexen Gefäßmalformationen.

  • Brain malformations and seizures by impaired chaperonin function of TRiC. Kraft F, (…) Häusler M, Bremer J, Wiesmann M, Elbracht M, Kurth I.. Science. 2024 Nov;386(6721):516-525. doi: 10.1126/science.adp8721. Epub 2024 Oct 31. PMID: 39480921; PMCID: PMC12269548.
     
  • Interventional therapy of extracranial arteriovenous malformations of the head and neck-A systematic review. Lilje D, Wiesmann M, (…) Hölzle F, Nikoubashman O. PLoS One. 2022 Jul 15;17(7):e0268809. doi: 10.1371/journal.pone.0268809. PMID: 35839171; PMCID: PMC9286278.