Experimental studies
Experimentelle Studien
Die Forschungsgruppe untersucht das sogenannte „Glymphatische System“ (Neologismus aus Glia und Lymphatisches System) des Rückenmarks unter Nutzung experimenteller Modelle sowohl in seiner physiologischen Funktion, als auch dessen Einfluss auf traumatische Rücklenmarksverletzungen (SCI) in der Akut- und Subakutphase. Das glymphatische System wurde vor knapp über 10 Jahren erstmalig als perivalkuläres Zirkulationsorgan beschrieben. Seither konnte der Einfluss auf bestimmte neurodegnerative Erkrankungen, jedoch wenig über Rückenmarkserkrankungen dargelegt werden.
Gefördert durch:
Ein zentraler Schwerpunkt unserer Forschung liegt auf der Pathophysiologie und Biomarkerentwicklung bei der degenerativen zervikalen Myelopathie (DCM). Dabei untersuchen wir insbesondere die Rolle der Blut-Rückenmark-Schranke (BSCB), deren präoperative Störung mit dem klinischen Schweregrad sowie dem postoperativen neurologischen Outcome assoziiert ist und sich nach chirurgischer Dekompression teilweise erholt. Aktuell prüfen wir, inwieweit die BSCB-Störung als verlässlicher Prädiktor für den Krankheitsverlauf dienen kann und ob Zusammenhänge mit elektrophysiologischen Veränderungen bestehen.
Ergänzend analysieren wir Liquor-Biomarker, um zugrunde liegende pathophysiologische Mechanismen besser zu verstehen. Erste Daten deuten auf eine reduzierte Angiogenese bei DCM hin, mit erniedrigten Ang2-Spiegeln, die sich postoperativ normalisieren. Derzeit untersuchen wir weiterführend Veränderungen in Exosomenprofilen sowie proteomische Unterschiede.
Darüber hinaus befassen wir uns mit sekundären zerebralen und zerebellären Veränderungen bei DCM. Bildgebende Analysen zeigen kortikale Volumenreduktionen, deren Reversibilität sowie Zusammenhang mit funktionellen Parametern Gegenstand aktueller Untersuchungen sind.








