Ambulanz für Traumadiagnostik und Traumaambulanz nach Sozialem Entschädigungsrecht (SER)
Ambulanz für Traumadiagnostik
In unserer Ambulanz für Traumadiagnostik bieten wir eine fundierte und differenzierte Abklärung traumabezogener Beschwerden an.
Menschen reagieren sehr unterschiedlich auf belastende oder traumatische Erlebnisse. Nicht jede Person entwickelt daraus eine Traumafolgestörung wie beispielsweise eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS, ICD-10) oder eine komplexe PTBS (ICD-11). Umso wichtiger ist eine sorgfältige diagnostische Einordnung.
Unser Schwerpunkt: Strukturierte und testpsychologische Diagnostik
Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die standardisierte, testpsychologisch fundierte Diagnostik. Neben dem klinischen Gespräch setzen wir:
- validierte psychometrische Fragebögen
- PTBS-spezifische strukturierte klinische Interviews
- sowie Verfahren zur Erfassung von Begleiterkrankungen (z. B. Depression, Angst- und Panikstörungen)
ein.
Diese Kombination ermöglicht eine präzise, leitliniengerechte Diagnosestellung und bildet die Grundlage für eine individuell passende Behandlungsempfehlung.
Ablauf der Traumadiagnostik
Die Diagnostik erfolgt bei uns in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten:
- Screening:
Sie erhalten vorab einen ersten Fragebogen per E-Mail. - Erstgespräch:
In einem persönlichen Termin besprechen wir Ihre aktuelle Situation und Ihre Anliegen. - Vertiefte Diagnostik:
Bei entsprechender Indikation erfolgt eine ausführliche testpsychologische Untersuchung mit standardisierten Fragebögen und strukturierten Interviews.
Wie geht es nach der Diagnostik weiter?
Nach Abschluss der Diagnostik besprechen wir gemeinsam die Ergebnisse und mögliche nächste Schritte.
Bei sehr hoher aktueller Belastung kann zunächst eine stationäre Stabilisierung sinnvoll sein. In dieser Phase steht die Stabilisierung und Ressourcenstärkung im Vordergrund, nicht die direkte Traumabearbeitung. In bestimmten Fällen bieten wir im Anschluss an eine erfolgte Krisenintervention eine Traumatherapie an.
Traumaambulanz nach Sozialem Entschädigungsrecht (SER)
Unsere Traumaambulanz nach dem Sozialen Entschädigungsrecht richtet sich an Menschen, die Opfer eines Gewaltverbrechens (physisch und/oder psychisch) geworden sind.
Betroffene haben Anspruch auf sogenannte „Schnelle Hilfen“, darunter:
- Unterstützung im Antrags- und Leistungsverfahren
- sowie den Zugang zu einer spezialisierten Traumaambulanz
Voraussetzung ist, dass die Kontaktaufnahme innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ereignis (oder nach Bekanntwerden) erfolgt.
Ziel der frühen Unterstützung ist es, die Entwicklung einer psychischen Erkrankung möglichst zu verhindern.
In unserer SER-Traumaambulanz prüfen wir gemeinsam mit Ihnen zunächst, ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Anschließend planen wir psychotherapeutische Unterstützung.
Verantwortlicher Arzt:
Klinikleiter Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Frodl, M.A.
Kontakt:
Bei Rückfragen ist unsere Mitarbeiterin Izel Kocak unter der Tel.: 0241 80-80166 oder per E-Mail unter ps-ambulanzenukaachende erreichbar.
Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8:00 bis 16:00 Uhr
Fr: 8:00 bis 14:00 Uhr











