Lehr- und Forschungsgebiet Klinische Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Lehr- und Forschungsgebietes „Klinische Neuropsychologie des Kindes- und Jugendalters“ an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters der Uniklinik der RWTH Aachen.


Das Ziel unserer Arbeitsgruppe liegt in der Erforschung und Charakterisierung der regelhaften Hirnentwicklung sowie möglicher Abweichungen in dieser Entwicklung bei neuropsychiatrischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters. Insbesondere bemühen wir uns darum, Einflussfaktoren auf die Hirnreifung (wie z.B. genetische und hormonelle Faktoren bzw. den Einfluss bestimmter Umweltbedingungen auf die strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns) besser zu verstehen. Um längerfristig spezifischere und altersentsprechende Interventionen entwickeln zu können, beschäftigen wir uns ferner mit den Mechanismen der neuronalen Plastizität des kindlichen Gehirns.

Klinische Schwerpunkte der Forschung bilden die Erkrankungen ADHS und Autismus, sowie Teilleistungsstörungen (LRS, Dyskalkulie), die bezüglich zerebraler Dysfunktionen und Möglichkeiten der Reorganisation im Rahmen psychotherapeutischer wie auch psychopharmakologischer Interventionen charakterisiert werden. Ein besonderer Stellenwert kommt der neuropsychologischen Diagnostik und Begutachtung sowie gezielter neurowissenschaftlicher Interventionen bei Kindern und Jugendlichen zu. Zur Anwendung kommen Methoden der neuropsychologischen Testverfahren, Blickbewegungsuntersuchungen, funktionelle und anatomischen MRT-Bildgebung, die funktionelle Nahinfrarotspektroskopie (fNIRS) sowie psychophysiologische Messungen.

Die Arbeitsgruppe ist eingebettet in enge Kooperationen mit dem Forschungszentrum Jülich im Rahmen von JARA-BRAIN.


Neues multizentrisches Forschungsprojekt gestartet: EMPOWERYOU "Kinder und Jugendliche in Pflege- und Adoptivfamilien stärken und (Re-)Viktimisierung verhindern"

Viele Kinder und Jugendliche in Fremdunterbringungen haben Erfahrungen mit Mobbing oder Gewalt gemacht. Diese frühen Erfahrungen können die psychische Gesundheit der Betroffenen beeinträchtigen und das Risiko für eine zukünftige (Re-)Viktimisierung erhöhen. Ziel des Verbundprojekts EMPOWERYOU ist es, Pflege- und Adoptivfamilien sowie die dort untergebrachten Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung früherer traumatischer Erfahrungen zu unterstützen und dem potenziellen Risiko einer zukünftigen Viktimisierung entgegenzuwirken.

Das multizentrische Forschungsprojekt, dass vom Standort Aachen koordiniert wird, findet in Kooperation mit Karlsruher Institut für Technologie, der Universität Bielefeld, der Universität Bremen und der Medical School Berlin statt. Gefördert wird das Projekt vom  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Weitere Informationen zum Projekt und zur Teilnahme finden Sie in dieser Broschüre.


Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Kerstin Konrad, Leiterin Lehr- u. Forschungsgebiet