Aachen, 19.01.2026 – Mit Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Alberto Catanese gewinnt die Uniklinik RWTH Aachen einen Experten für neurodegenerative Erkrankungen als neuen Direktor des Instituts für Neuroanatomie. Der junge Wissenschaftler möchte sowohl die neurowissenschaftliche Forschung als auch die Lehre der humanen Anatomie in Aachen weiterentwickeln.
Seit dem 1. Januar 2026 steht das Institut für Neuroanatomie der Uniklinik RWTH Aachen unter neuer Leitung: Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Alberto Catanese hat die Direktion von seinem Vorgänger Univ.-Prof. Dr. hum. biol. Cordian Beyer übernommen, der in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Vor seinem Wechsel nach Aachen war der 36-Jährige Professor für Neuroanatomie an der Universität Freiburg sowie „Medical Scientist Fellow“ und Junior Faculty Member der International Graduate School in Molecular Medicine Ulm. Der gebürtige Mailänder studierte und forschte an den Universitäten Mailand, Insubria und Ulm. Dort promovierte er 2019 und war anschließend mehrere Jahre als Postdoc und später als Junior Faculty tätig. Bereits mit dem Ende seiner Zeit als Postdoc erhielt er den Nachwuchspreis der Anatomischen Gesellschaft. Es folgten weitere Auszeichnungen für seine Forschung im Fachbereich der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Als Leiter führte er ebenfalls mehre Forschungsprojekte auf dem Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen durch.
Forschungsschwerpunkt: Neurodegenerative Erkrankungen
Mit seiner Forschungsgruppe möchte Prof. Catanese die Weiterentwicklung humanbasierter und patientenbezogener experimenteller Modelle in der Neuroanatomie der Uniklinik RWTH Aachen vorantreiben. „Unsere Forschung konzentriert sich auf die zellulären und molekularen Mechanismen, die zur Neurodegeneration führen – insbesondere bei Motoneuronerkrankungen. Wir möchten verstehen, wie frühe, oft subtile Störungen der neuronalen Homöostase zu synaptischem Versagen, Netzwerkdysfunktion und letztlich zum Verlust von Neuronen beitragen.“ Das Ziel seiner Forschungsgruppe ist es, diese Prozesse auch für zukünftige therapeutische Interventionen nutzbar zu machen.
Neue Impulse für den medizinischen Nachwuchs
Ein besonderes Anliegen ist ihm die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses. „Es ist immer schön zu sehen, wie sich die junge Generation in ihrer akademischen und beruflichen Laufbahn entwickelt. Gerade deshalb sind der direkte Austausch und eine moderne, zeitgemäße Lehre so wichtig“, betont er.
Gemeinsam mit den Direktoren des Instituts für Anatomie und Zellbiologie sowie des Instituts für Molekulare und Zelluläre Anatomie möchte er die Lehre der humanen Anatomie weiterentwickeln, ohne dabei den grundlegenden Präparationskurs aus dem Zentrum der Ausbildung zu rücken.
Persönliches
Prof. Catanese stammt aus Italien und hat bis zu seinem Ruf nach Aachen mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg gelebt.









