Die Respekt-Kampagne der Uniklinik RWTH Aachen wurde mit dem 1. Platz beim KU Award für Gesundheitskommunikation in der Kategorie „Sonderpreis“ ausgezeichnet. Mit dem Preis werden Kommunikationsprojekte im Gesundheitswesen gewürdigt, die nachhaltig Wirkung entfalten.
Mit der Respekt-Kampagne setzte die Uniklinik RWTH Aachen im laufenden Jahr ein deutliches Zeichen für Wertschätzung, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander. Ziel der Initiative war es, für Diskriminierung, Grenzüberschreitungen und respektloses Verhalten zu sensibilisieren und gleichzeitig eine Kultur zu stärken, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Gerade in einem Haus mit vielen Berufsgruppen, unterschiedlichen Perspektiven und einem anspruchsvollen Arbeitsalltag bildet dieser respektvolle Umgang die Grundlage für gute Zusammenarbeit und hochwertige Patientenversorgung.
Die Kampagne lebte vor allem vom Engagement der Mitarbeitenden. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich als Botschafterinnen und Botschafter des Themas, teilten ihre persönlichen Perspektiven in Interviews und Videos oder prägten die Initiative durch Feedback und Anregungen. Ergänzt wurde dies durch vielfältige Kommunikationsmaßnahmen wie eine Strategietagung, Ausstellung, Videobeiträge, Artikel sowie die im gesamten Haus sichtbaren Plakate, Respekt-Sticker sowie -Buttons. Viele dieser Impulse sind bis heute im Klinikalltag präsent und tragen die Botschaft der Kampagne weiter.
Entstanden ist die Kampagne auf Initiative von Univ.-Prof. Dr. med. Joachim Windolf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen. Gemeinsam mit dem Geschäftsbereich Personal, der Gleichstellung sowie der Stabsstelle Unternehmenskommunikation wurde das Thema bereichsübergreifend weiterentwickelt und begleitet. Dabei ging es von Beginn an nicht nur um Kommunikation, sondern auch um konkrete Verbesserungen bestehender Strukturen. So wurden unter anderem Meldewege neu geordnet, ein Handlungsleitfaden entwickelt sowie eine verbindliche Selbstverpflichtungserklärung für Neueinstellungen eingeführt. Darüber hinaus beginnen in Bälde verpflichtende Schulungen zu Antidiskriminierung und Prävention für Führungskräfte.
Die Auszeichnung würdigt damit nicht nur eine Kampagne, sondern die gemeinsame Arbeit vieler Beteiligter. Ein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden, die ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven eingebracht und das Thema Respekt sichtbar gemacht haben. Ebenso danken wir allen Unterstützerinnen und Unterstützern in den Kliniken, Instituten, Zentren und Verwaltungseinheiten, die sich täglich für ein wertschätzendes Miteinander einsetzen.
Prof. Windolf fasst zusammen: „Die Respekt-Kampagne hat wichtige Impulse gesetzt und viele Mitarbeitende zum Mitmachen bewegt. Dafür danke ich allen Beteiligten herzlich. Gleichzeitig wissen wir, dass eine respektvolle Kultur nicht von heute auf morgen entsteht und dass wir noch nicht am Ziel sind. Umso wichtiger ist es, dass wir das Thema weiterhin ernst nehmen, voneinander lernen und gemeinsam Verantwortung für ein wertschätzendes Miteinander übernehmen.“









