Aachen, 05.03.2026 – Die Uniklinik RWTH Aachen stärkt ihre Wirbelsäulenchirurgie mit zwei neuen W2 Professuren: Univ.-Prof. Dr. med. Miguel Pishnamaz und Univ.-Prof. Dr. med. Christian Blume leiten künftig die Sektionen für Deformitätenchirurgie sowie spinale Neurochirurgie und Robotik. Mit der engen Verzahnung der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie und der Klinik für Neurochirurgie baut das Haus seine Rolle als überregionaler Leuchtturm in der Versorgung von Wirbelsäulenerkrankungen weiter aus.
Mit der Berufung von Univ.-Prof. Dr. med. Miguel Pishnamaz auf die neue W2 Professur (W3 Tenure Track) für spinale Deformitätenchirurgie an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie von Univ.-Prof. Dr. med. Christian Blume auf die W2 Professur (W3 Tenure Track) für spinale Neurochirurgie und Robotik an der Klinik für Neurochirurgie schärft die Uniklinik RWTH Aachen ihr Profil als überregionaler Versorger in der Wirbelsäulenchirurgie.
Beide Mediziner sind seit vielen Jahren in der Uniklinik tätig und möchten ihre erfolgreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Rahmen weiter intensivieren.
Spinale Neurochirurgie und Robotik
Die neue Sektion der spinalen Neurochirurgie und Robotik unter der Leitung von Prof. Blume vereint klinische Expertise mit wissenschaftlicher Arbeit auf den Feldern der Wirbelsäulenchirurgie, Robotik, Navigation und der Digitalisierung chirurgischer Behandlungspfade. „Unser Anspruch ist es, technologische und wissenschaftliche Innovationen konsequent aus der Forschung in den Operationssaal zu bringen. Gerade die Kooperation mit den medizintechnischen Fakultäten der RWTH Aachen bietet dafür ein herausragendes wissenschaftliches Ökosystem“, betont Prof. Blume mit Blick auf die Bedeutung von Robotik in der modernen Wirbelsäulenchirurgie.
Die enge Zusammenarbeit mit Prof. Pishnamaz möchte er in der neuen Struktur weiter ausbauen und noch enger verzahnen: „Gemeinsam mit der Professur für spinale Deformitätenchirurgie an der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Prof. Pishnamaz schaffen wir klinische und wissenschaftliche Synergien, um Innovationen strukturiert und unmittelbar patientenwirksam in die Versorgung zu überführen.“
Deformitätenchirurgie
Die Sektion für spinale Deformitätenchirurgie unter der Leitung von Prof. Pishnamaz fokussiert sich auf die operative und konservative Behandlung komplexer Wirbelsäulenfehlstellungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter bis in die Geriatrie. Schwerpunkte bilden die Versorgung von Skoliosen, Kyphosen sowie komplexen Fehlstellungen im Rahmen angeborener oder erworbener Veränderungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz moderner Technologien, navigationsgestützter Verfahren und digitaler OP-Planung. Durch die Integration von Kontrollmechanismen in komplexe Korrektureingriffe können Präzision, Sicherheit und Reproduzierbarkeit weiter gesteigert werden. „Große operative Eingriffe an der Wirbelsäule insbesondere bei Kindern benötigen eine hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit und Logistik. Die Deformität ist das Kerngebiet der Orthopädie und sollten aufgrund ihrer Komplexität im universitären Umfeld behandelt werden“, betont Prof. Pishnamaz.
In enger Kooperation mit der Sektion für spinale Neurochirurgie und Robotik sowie den technischen Partnern der RWTH Aachen wird die Wirbelsäulenchirurgie systematisch weiterentwickelt und wissenschaftlich begleitet.





