Studium

Während des Studiums

Die medizinische Ausbildung erfordert den Erwerb theoretischer Kenntnisse sowie die praktische Arbeit am Patienten. Aus diesem Grund ist es zwingend erforderlich, dass Sie nach und nach praktische ärztliche Aufgaben übernehmen, bei denen Sie in direktem Patientenkontakt stehen. Diese Erfahrungen sammeln Sie während Ihrer Famulatur und im Praktischen Jahr.

Für die Famulatur und das Praktische Jahr während des Medizinstudiums ist die Uniklinik RWTH Aachen der perfekte Ort: Sie können bei uns Ihre Tertiale in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie und in dem klinisch-praktischen Wahlfach durchführen. Während der Zeit wollen wir Ihnen die einzelnen Fachbereiche und den Alltag in einem Supramaximalversorger wie der Uniklinik RWTH Aachen zwischen Forschung, Lehre und Patientinnen- und Patientenbehandlung näherbringen.

Die Famulatur ist das Praktikum der Medizinstudierenden. Es soll Sie als angehende Medizinerinnen und Mediziner mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut machen. Sie müssen im klinischen Teil des Studiums, nach bestandenem Physikum und bis zum Beginn des praktischen Jahres insgesamt vier Famulaturen von jeweils 30 Tagen Dauer in der vorlesungsfreien Zeit ableisten. Beginn der Famulatur ist nach dem bestandenen ersten Abschnitt der ärztlichen Prüfung.

Das Praktische Jahr in der Medizin findet im letzten Jahr Ihres Medizinstudiums statt und gliedert sich in insgesamt drei verschiedene Ausbildungsabschnitten von je 16 Wochen, von denen jeweils ein Tertial in den folgenden Fachbereichen abzuleisten ist:

  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Wahltertial: beliebiges Fachgebiet, z. B. Radiologie

Nach dem Praktischen Jahr wird der dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abgelegt.

Nach dem Studium

Nachdem Sie Ihr Medizinstudium erfolgreich absolviert und die Abschlussprüfung bestanden haben, klettern Sie auf Ihrer Karriereleiter einen Schritt höher. Wie es dann weitergeht, erfahren Sie hier.  

Unter der Approbation versteht man die Genehmigung zur Berufsausübung von Ärzten, Zahnärzten, Apothekern, Tierärzten und Psychotherapeuten. Sie berechtigt zur vollständigen und uneingeschränkten Tätigkeit als Arzt. Ärztinnen und Ärzte können die Approbation nur nach einem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium und der bestandenen ärztlichen Prüfung erhalten. Die Approbation wird von der zuständigen Behörde des Bundeslandes erteilt ,in dem die Abschlussprüfung, also das Staatsexamen, erfolgreich abgeschlossen wurde. Bei einem Studienabschluss im Ausland erfolgt die Zulassung in dem Bundesland, in dem der Beruf ausgeübt werden soll. Die Approbation wird durch die Aushändigung einer Approbationsurkunde erteilt.

Die Promotion ist die Voraussetzung und der ersteSchritt auf dem Karriereweg in der Wissenschaft.Sie gilt als Nachweis der Befähigung zu besondersvertiefter wissenschaftlicher Arbeit. Daher ist esder Fakultät ein besonderes Anliegen, allen Promovierendenexzellente Bedingungen zu bieten, unterdenen sie sich optimal entwickeln können.Die Befähigung wird aufgrund einer beachtlichenschriftlichen Arbeit (Dissertation), die einen Fortschrittdes Standes der wissenschaftlichen Erkenntnisdarstellt, und einer mündlichen Prüfung festgestellt.Bei erfolgreichem Abschluss der Promotionverleiht die Fakultät den Doktorgrad in männlicheroder weiblicher Form.Die Medizinische Fakultät der RWTH Aachen Universityverleiht den Grad einer Doktorin oder einesDoktors der Medizin (Dr. med.), einer Doktorinoder eines Doktors der Zahnmedizin (Dr. med.dent.) sowie einer Doktorin oder eines Doktors derTheoretischen Medizin (Dr. rer. medic.).

Postdocs sind im Sinne der RWTH-Leitlinie Wissenschaftlerinnnen und Wissenschaftler in der sechsjährigen Qualifikationsphase nach der Promotion. Die erste Postdoc-Phase – ein bis drei Jahre – dient der Orientierung beziehungsweise der Erarbeitung eines selbstständigen wissenschaftlichen Themas. Zu der zweiten Phase gehören Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter, Habilitandinnen und Habilitanden sowie Advanced Talents (mit externen Auszeichnungen und Stipendien wie ERC Starting Grants) mit dem Karriereziel in der Wissenschaft. Postdocs sind in der Regel befristet beschäftigt und leisten zentrale Forschungs- und Lehrleistungen und können als Mitglieder des akademischen Mittelbaus in universitären Gremien vertreten sein. Zur Erlangung der Karriereziele werden die Postdocs durch das Center for Professional Leadership bei dem Erwerb überfachlicher Kompetenzen durch ein auf die Karrierestufe abgestimmtes Qualifizierungsangebot unterstützt. Die Phase nach der Promotion dient der Orientierung und Entscheidung. In der Medizin liegen Studienabschluss und Promotion sehr dicht beieinander. Grundlegende Entscheidungen für die zukünftige Laufbahn müssen zeitig getroffen werden. Aus diesem Grund ist es hilfreich, sich schon frühzeitig mit den möglichen Karrierewegen auseinanderzusetzen. In der Postdoc-Phase können Erfahrungen, vor allem auch im Ausland, gesammelt werden, die Ihnen bestenfalls bei der Schwerpunktsetzung und der Ausrichtung Ihrer eigenen Berufslaufbahn helfen können.