Die Uniklinik RWTH Aachen hat am 3. September 2026 im Innovationszentrum Digitale Medizin zu einer Netzwerkveranstaltung im Rahmen der G-BA-Zentren für Intensivmedizin eingeladen und damit den ersten Schritt zum Aufbau eines regionalen intensivmedizinischen Netzwerks eingeleitet. Zur Auftaktveranstaltung kamen Geschäftsführende sowie klinisch und organisatorisch Verantwortliche von Kliniken der Region zusammen.
Im Mittelpunkt standen die Vorstellung des künftigen Zentrums für Intensivmedizin, seiner Partner und Leistungen sowie der Austausch darüber, wie die regionale Vernetzung künftig gemeinsam gestaltet werden kann. Zentrale Themen waren der Ausbau krisensicherer Versorgungsstrukturen und die strukturelle Weiterentwicklung im Zuge der Krankenhausstrukturreform.
Das Zentrum bündelt die Expertise verschiedener intensivmedizinischer Fachbereiche. Als Partnerkliniken stellten sich im Rahmen der Auftaktveranstaltung die Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care, die Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik I), die Klinik für Pneumologie und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik V) sowie die Klinik für Gastroenterologie, Stoffwechselerkrankungen und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik III) vor.
Unterstützt wird das intensivmedizinische Netzwerk durch die assoziierten Partner, die Klinik für Anästhesiologie und das Telemedizinzentrum Aachen. Gemeinsam bringen die beteiligten Kliniken und Einrichtungen unterschiedliche fachliche Perspektiven und Kompetenzen zusammen und schaffen damit die Grundlage für einen interprofessionellen und standortübergreifenden Ansatz in der intensivmedizinischen Versorgung.
Hintergrund
Die Uniklinik RWTH Aachen bereitet sich derzeit auf ihre künftige Rolle als G-BA-Zentrum für Intensivmedizin vor. Mit der frühzeitigen Initiierung des Netzwerks soll bereits heute eine enge und verlässliche Zusammenarbeit mit den regionalen Partnerkrankenhäusern aufgebaut und gemeinsam weiterentwickelt werden.
Hintergrund der Initiative ist die Änderung der Zentrums-Regelung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 19. Oktober 2023. Mit der Ergänzung seiner Zentrums-Regelungen hat der G-BA einen neuen Zentrumstyp für Intensivmedizin geschaffen. Krankenhäuser, die als intensivmedizinische Kompetenz- und Koordinierungszentren neben der unmittelbaren Patientenversorgung besondere Aufgaben übernehmen, können hierfür künftig finanzielle Zuschläge erhalten.











