Seit dem 12. Oktober 2026 leitet Prof. Dr. med. Ralf Hausmann das Institut für Klinische Pharmakologie an der Uniklinik RWTH Aachen kommissarisch. Der langjährige Leiter des Elektrophysiologielabors ist der Uniklinik RWTH Aachen bereits seit 1994 verbunden, als er sein Medizinstudium im Haus aufnahm. In seiner neuen Funktion möchte er insbesondere die interdisziplinäre Zusammenarbeit seines Instituts mit anderen Fachbereichen weiter stärken.
Seine berufliche Tätigkeit an der Uniklinik RWTH Aachen begann er 2001 in der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf- und Halschirurgie (heute: Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Phoniatrie und Pädaudiologie) und setzte diese 2003 am Institut für Molekulare Pharmakologie fort. Heute steht Prof. Hausmann an der Spitze des benachbarten Instituts für Klinische Pharmakologie. Der gebürtige Geilenkirchener blickt auf eine beeindruckende wissenschaftliche Laufbahn zurück. Gemeinsam mit seinem Team widmete er sich in seiner Forschung insbesondere spannungs- und ligandengesteuerten Ionenkanälen. Im Mittelpunkt standen dabei biophysikalische Fragestellungen zur pharmakologischen Modulation sowie Wirkstoffscreening an Ionenkanälen.
Als langjähriger Projekt- und Arbeitsgruppenleiter sowie Vorsitzender der Ethik-Kommission an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen verfügt Prof. Hausmann über umfangreiche Erfahrung in Führungspositionen. Die Leitung des Instituts für Klinische Pharmakologie übernimmt er von seiner Vorgängerin Univ.-Prof. Dr. Katja Just.
Nutzen für Patientinnen und Patienten steht im Vordergrund
In seiner neuen Rolle als Institutsdirektor möchte Prof. Hausmann besonders die interprofessionelle Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen weiter ausbauen und zugleich die enge Verzahnung von experimenteller Forschung, klinischer Pharmakologie und patientenorientierter Arzneimitteltherapie stärken.
„Wenn Expertinnen und Experten aus den Bereichen Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Pharmazie und Ingenieurswissenschaften ihre jeweiligen Perspektiven und Kompetenzen einbringen, entstehen oft innovative Ideen und Forschungsansätze, die eine einzelne Disziplin allein kaum entwickeln könnte. Ein besonderes Anliegen ist mir dabei, die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zu schlagen“, erklärt der 51-Jährige.
Besonders motiviert Prof. Hausmann die Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Verbesserungen für Patientinnen und Patienten zu übersetzen. Ein weiteres Anliegen ist ihm die enge Zusammenarbeit mit Univ.-Prof. Dr. med. Miriam Elbracht, Direktorin der Klinischen Genomik im Zentrum für Humangenetik und Genommedizin. Gemeinsam wollen sie die Bedeutung pharmakogenomischer Ansätze bei komplexen Therapien stärker sichtbar machen. So sollen Forschungsergebnisse künftig noch schneller und gezielter in die klinische Versorgung einfließen.






